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Das Rehabilitations-Forschungsnetzwerk der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

[Sa] 04.02.2012

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refonet :: Projekt 05006

Proaktive Rehabilitation und telefonische Nachsorge bei Diabetes mellitus Typ 2: Eine kontrollierte, randomisierte Studie bei DMP-PatientInnen (PARTID)
Assoziiertes Projekt im [NRW-Verbund Rehabilitationswissenschaften]

Registriertes Projekt im DRKS-Register [DRKS00000058]

Projektleiter

Dr. Oskar Mittag und Dr. Hartmut Pollmann

Projektmitarbeiter


Einrichtung

[Klinik Niederrhein der Deutschen Rentenversicherung Rheinland], [AQMS des Universitätsklinikums Freiburg] und [ISM des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein]

Kooperationspartner

[Deutsche Rentenversicherung Rheinland] und [AOK Rheinland-Hamburg]

Laufzeit

Beginn: 01.04.2008

vorauss. Ende: 30.09.2012

Kontakt:

[hartmut.pollmann@klinik-niederrhein.de]

[diadmp@refonet.de]

 

Zusammenfassung:

Die Erkrankungshäufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2, dessen diabetesbedingten Folgeerkrankungen und Spätschäden (insbesondere Herz-Kreislauferkrankungen, Netzhauterkrankungen, Fußkomplikationen und Amputationen, Nierenschäden sowie neurologische Komplikationen) wie auch die erhöhte Sterblichkeit weisen dieser Erkrankung eine erhebliche gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung zu. In vielen Ländern gibt es seit Beginn der 90er Jahre koordinierte Programme, die das Ziel haben, die Versorgung bei Diabetikern zu verbessern. Seit 2002 gibt es auch einen gesetzlichen Rahmen für Disease Management Programme (DMP) für Diabetes Typ 2. Viele Krankenkassen haben vor diesem Hintergrund inzwischen DMP vereinbart und Patienten in diese Programme aufgenommen. Betrachtet man die vorliegenden DMP, so wird schnell deutlich, dass die medizinische Rehabilitation als eine an sich wichtige Säule der Behandlung chronischer Erkrankungen völlig unzureichend berücksichtigt ist.

Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob sich bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ II durch strukturierte Rehabilitationsmaßnahmen mit Nachsorge im Rahmen eines DMPs eine langfristige Änderung des Lebensstils mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf die Stoffwechseleinstellung erreichen lässt? Hierzu werden die Effekte wie die leitliniengerechte Blutzuckereinstellung, das koronare Risiko, Komplikationen bzw. Folgeerkrankungen, Risikofaktoren, Teilhabestörungen sowie Lebensqualitätscores untersucht.

Im Rahmen der Studie sollen Patienten mit Diabetes Typ 2, die in das DMP der AOK Rheinland eingeschrieben sind, auf möglichen Rehabedarf gescreent und anschließend randomisiert entweder einer stationären Rehabilitation mit telefonischer Nachsorge über ein Jahr (Interventionsgruppe) oder der üblichen DMP (Kontrollgruppe) zugewiesen werden.

Im Rahmen von bisherigen Forschungsprojekten hat sich die Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin des Universitätsklinikums Freiburg mit der Feststellung von Rehabilitationsbedarf bei Diabetes mellitus Typ 2 (Dodt et al., 2002) beschäftigt sowie ein telefonisches Nachsorgeprogramm für KHK-Patienten entwickelt und unter Studienbedingungen erprobt (China et al., 2005). Auch seitens der Klinik Niederrhein und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland wurden Fragen der Rehabedarfsfeststellung bereits in mehreren Forschungsprojekten bearbeitet. Das jetzt geplante Forschungsprojekt zielt auf die Umsetzung der dort gemachten Erfahrungen sowie der gefundenen Ergebnisse auf die Routineversorgung im Rahmen von DMP.

Das Projekt wird von der [Deutschen Rentenversicherung Rheinland] im Rehabilitations-Forschungsnetzwerk refonet (Förderkennzeichen 05006) gefördert.

Publikationen

Sonderheft "Telefonisches Disease Management bei Diabetes mellitus Typ 2", Zeitschrift Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 82/2008