RFN05002

Aphasische Kommunikation: Kommunikative Diagnostik und kommunikative Strategien bei aphasischen Personen und deren Angehörigen

Projektleiter
Prof. Dr. Dr. med Peter Bülau

Projektmitarbeiter

Einrichtung
Westerwaldklinik, Waldbreitbach

Laufzeit
Beginn: 01.03.2007
Ende: 15.04.2008

Kontakt:
info@aphasiezentrum.de

Kooperanden
Maria Geißler MSc (GB), Europa Fachhochschule Fresenius Idstein, Fachbereich Gesundheit, Idstein; Susanne Okreu, Dipl. Sprachheilpädagogin, Aphasiezentrum Rheinland-Pfalz, Waldbreitbach; Dr. Jutta Küst, Neuropsychologin Neurologisches Rehabilitationszentrum Godeshöhe, Bonn; Dr. Rolf Fimmers, Institut für medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie der Universität Bonn

Förderer
refonet

Ziele
Aphasien sind neurogene Sprachstörungen. Die Betroffenen haben in allen Modalitäten und auf allen linguistischen Ebenen Störungen. In der Folge ist die Kommunikation der aphasischen Personen mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Herkömmliche Aphasietherapie setzt an den Betroffenen und ihren Symptome an. In der ICF wird angenommen, dass Krankheits- bzw. Gesundheitszustände durch Umgebungsfaktoren beeinflusst werden. Da Kommunikation ein kooperative Prozess ist, wird angenommen, dass die aphasische Kommunikation verbessert werden kann, wenn man die Umgebung (im konkreten Fall die Angehörigen) beeinflusst. Durch Seminare werden Angehörige in ihren kommunikativen Fähigkeiten so geschult, dass sie die aphasischen Sprecher optimal unterstützen. Wir erwarten, dass sich die kommunikative Leistungsfähigkeit der Betroffenen durch die Schulung der Angehörigen verbessert, was u.a. mit einem neuen Verfahren zur Erhebung der aphasischen Kommunikationsfähigkeit geprüft wird. Das Vorhaben setzt in dieser Weise das Gedankengut der ICF auch im Bereich der Aphasie um. Zu dem wird erwartet, dass die Effektivität herkömmlicher Sprachtherapie durch Einbezug der Angehörigen vergrößert wird.

Publikationen
- Projektposter zur refonet Jahrestagung update 2007.

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