RFN03014

Evaluation eines Nachsorgeprogramms zum Nichtrauchertraining (NRT) in der stationären Rehabilitation

Projektleiter
Dr. med. Jörg Resler

Projektmitarbeiter
Dipl.-Psych. Dorina Suntrup, Renate Eckhoff-Puschmann, Claudia Rang, Theodor Wybrands, Friedhold Rennhack, Birgit Koenen, Nordseeklinik Borkum; Dr. Cornelia Büchner, Deutsche Rentenversicherung Rheinland

Einrichtung
Nordseeklinik Borkum der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Laufzeit
Beginn: 01.06.2006
Ende: 31.10.2009

Kontakt:
nrt@refonet.de

Kooperanden
Abteilung Ärztlicher Dienst der Deutschen Rentenversicherung Rheinland Abteilung Ärztlicher Dienst der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Förderer
refonet

Ziele
Rauchen gilt als der bedeutsamste Einflussfaktor zur Entstehung schwerer Erkrankungen und verursacht jährlich Schäden in zweistelliger Millionenhöhe (Fagerstrom, 2002). Medizinische und psychologische Forschungsansätze bemühen sich daher gemeinschaftlich um die Entwicklung von Methoden zur Tabakentwöhnung. In der Nordseeklinik Borkum wird seit über einem Jahr als zusätzliches Angebot während der Rehabilitation ein interdisziplinäres Nichtrauchertraining (NRT) mit den Modulen Verhaltenstherapie, Pharmakologie, Ernährungsschulung, Ergotherapie, Physiotherapie, Entspannung und Telefonberatung durchgeführt. In diesem Zeitraum wurden mehr als 250 Patienten mit dem Konzept behandelt und deren Daten im Rahmen einer Vorprüfung untersucht. Es fanden sich zwei Patientengruppen mit unterschiedlichen Vorgehensweisen bei der Entwöhnung: Einerseits Patienten, die einen radikalen Rauchstopp durchführen, andererseits jene, die über eine allmähliche Reduktion des Zigarettenkonsums Rauchfreiheit erzielen möchten. Vor diesem Hintergrund wird das bisherige Konzept derzeit in zwei Programme mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten differenziert, um eine bessere Adaptation der Inhalte an phasenspezifische Bedürfnisse und Voraussetzungen bei den Patienten zu erzielen. Die Quoten des Langzeiterfolgs sind trotz intensivierter Forschung und verbesserter Entwöhnungsprogramme durchgehend niedrig und liegen durchschnittlich bei etwa 10 – 20% Abstinenz nach 12 Monaten (z.B. Kornitzer et al 1995; Murray et al., 2002; Molyneux et al., 2003; Wennicke et al., 2003). Im beantragten Projekt soll geprüft werden, inwieweit ein intensives, multimediales Nachsorgeangebot (per Telefon und Internet), welches ein zweimaliges stationäres Refreshing einschließt, den langfristigen Erfolg des Nichtrauchertrainings optimieren kann.

Publikationen
- Projektposter zur refonet Jahrestagung update 2007.

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